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Tunesien

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Stilisierte Karte Tunesiens mit roter und weißer Linienzeichnung eines Verkehrsnetzes vor Industriehintergrund

Informationen zur Partnerschaft

Deutschland zählt zu den wichtigsten Handelspartnern Tunesiens innerhalb der EU. Mit dem Programm Partnering in Business with Germany werden gezielt Kooperationen zwischen tunesischen und deutschen Unternehmen gefördert – der Dienstleistungssektor unddie Industrie spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Nähe zu Deutschland schafft zudem ideale Voraussetzungen für Geschäftskontakte und B2B.

Die Wirtschaft Tunesiens ist maßgeblich von ihrer strategischen Lage zur EU geprägt. Zusätzlich tragen das Bildungsniveau, wettbewerbsfähige Löhne sowie eine gute Infrastruktur zur Attraktivität für Kooperationen bei.

Vernetzung auf der Ausstellung der Programm-Alumni. ©GIZ/Ahmed Zoghlami

Schwerpunkte und Kooperationspotenziale Tunesiens

Tunesien hat in Deutschland den drittwichtigsten Handelspartner. Die Handelsbilanz weist traditionell ein Defizit auf. Der Grund dafür ist, dass Tunesien stark in die deutschen Lieferketten einbezogen ist, vor allem im Bereich der Kfz-Zulieferindustrie und der Bekleidungsproduktion. Fast alle deutschen Kfz-Zulieferer erweitern derzeit ihre Produktion im Land. Daneben investieren die Hersteller auch in die Forschung und Entwicklung vor Ort. Das Land hat eine strategische Bedeutung durch den Zugang zum französischsprachigem Afrika: als potenzielle Handelsdrehscheibe und aufgrund des hohen Überschneidungsgrads an Interessen in innovativen Themenfeldern wie Industrie 4.0., Erneuerbaren Energien, Pharmazie, Kreislaufwirtschaft und Logistik. Tunesien unterhält eine Energiepartnerschaft mit Deutschland und eine Unternehmensallianz für grünen Wasserstoff. Zudem verfügt das Land über eine junge Bevölkerung mit gut ausgebildeten Fachkräften.

Auf der BIOFACH-Messe knüpft eine tunesische Unternehmerin gezielt Geschäftskontakte. ©GIZ/Matthias Merz

Wirtschaft in Tunesien – Potenziale für deutsche Unternehmen

Die Wirtschaft Tunesiens ist relativ stark diversifiziert und bleibt ein interessanter Industriestandort.  Der stärkste Sektor ist die Maschinenbau- und Elektronikindustrie, insbesondere KfZ-Zulieferer, gefolgt von der Lebensmittelindustrie, der Landwirtschaft und Bekleidungsbranche. Der Dienstleistungssektor profitiert besonders vom Strukturwandel, wobei IT-Dienstleistungen eine zunehmend bedeutende Rolle spielen, ebenso der Tourismussektor.

Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Tunesien sind eng und vielfältig. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner Tunesiens weltweit. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf verschiedene Bereiche, darunter Maschinenbau, Automobilindustrie und erneuerbare Energien.

Es besteht erhebliches Potenzial, auch für deutsche Unternehmen, die Standortvorteile für arbeitsintensive Industrien und IT-Dienstleistungen noch besser zu nutzen. Zudem könnte Tunesien langfristig vom Energieimporteur zum -exporteur werden, indem es erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff produziert. Deutsche KMU, die auf diesem Gebiet spezialisiert sind, haben hier Geschäftschancen.

Unternehmen, die für den Export produzieren und deren Kapital von Ausländern oder in Tunesien ansässigen Tunesiern gehalten wird, die nicht im Land ansässig sind, können im Rahmen der sogenannten Offshore-Regelung von zahlreichen Vorteilen profitieren, darunter Steuererleichterungen. Diese Regelung wurde bereits in den 1970er Jahren eingeführt und hat die Ansiedlung vieler ausländischer, auch deutscher Unternehmen begünstigt.

Deutschland ist der drittwichtigste Abnehmer tunesischer Waren. Die deutschen Importe übersteigen traditionell die Exporte. Grund ist die starke Einbindung Tunesiens in deutsche Lieferketten, insbesondere in den Bereichen Kfz-Industrie und Bekleidungsproduktion.

Branchenfokus und Teilnehmerprofile

Partnering in Business with Germany steht Führungskräften aller Branchen offen. Aus Tunesien nehmen Führungskräfte aus dem Lebensmittelsektor, Textil, Pharmazeutik, IT und Maschinenbau teil. Zukünftig sollen verstärkt die Branchen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (Wind- und Solarenergie, grüner Wasserstoff), Kreislaufwirtschaft, Abfallwirtschaft und Robotik/Industrie 4.0 in den Vordergrund rücken. Die Chancen für kohlenstoffarme Wirtschaftszweige aufgrund von Klimaschutzbestrebungen und bereits bestehenden Kooperationen bei Wasserstoff sind gut.

News

29.09.2025
Kooperationen konkret machen: Wie das Wirtschaftsnetzwerk Afrika wirtschaftliche Partnerschaften stärkt

Das 21. Partnertreffen des Wirtschaftsnetzwerks Afrika (WNA) am 22. September 2025 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin war mehr als eine Vernetzungsveranstaltung: Es zeigte, wie wirtschaftliche Kooperationen zwischen Deutschland und Afrika konkret ausgestaltet und systematisch unterstützt werden können.

25.06.2025
Norddeutsche Afrikakonferenzen in Kiel und Hannover

Im Juni veranstalteten die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH), die norddeutschen IHKs und das Wirtschaftsnetzwerk Afrika (GTAI) Netzwerktreffen für lokale KMU in Kiel und Hannover. Partnering in Business with Germany nutzte die Gelegenheit, um das Programm in der Region bekannter zu machen.

28.05.2025
Gemeinsam stark: Tunesien und Deutschland feiern eine Dekade erfolgreicher Kooperation

Zwei hochrangige Veranstaltungen stärkten Mitte Mai die deutsch-tunesische Zusammenarbeit: die Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum von Partnering in Business with Germany und die 1. Sitzung des Lenkungsausschusses zur Planung zukünftiger Programmaktivitäten. Die tunesische Ministerin für Industrie, Bergbau und Energie (MIME), Fatma Thabet Chiboub, Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), des MIME und der AHK Tunesien sowie 70 ehemalige Programmteilnehmende würdigten in Tunis die Erfolge des Programms.

25.02.2025
Partnering in Business with Germany auf der BIOFACH 2025: Erfolgreiche Vernetzung für den deutschen Mittelstand

Die BIOFACH ist mit 35.000 Gästen aus 140 Ländern und über 2.000 Ausstellern die internationale Leitmesse für Bio-Lebensmittel und nachhaltige Landwirtschaft. Eine ideale Plattform also, um das Angebot des Außenwirtschaftsförderinstruments Partnering in Business with Germany deutschen wie internationalen Unternehmen vorzustellen und gezielt die Vernetzung mit dem deutschen Mittelstand zu fördern.

22.10.2024
Tunesien: Frischer Schwung in der Zusammenarbeit

Zur Planung zukünftiger Programmaktivitäten trafen sich Anfang Oktober Vertreterinnen des tunesischen Wirtschaftsministeriums sowie des Ministeriums für Industrie, Bergbau und Energie (MIME) mit Manuel Palz, stellvertretender Referatsleiter des BMWK-Programms Partnering in Business with Germany, in Tunis. Darüber hinaus fanden Gespräche zu den anstehenden Programmaktivitäten mit der deutschen Botschaft und mit der AHK Tunesien statt.

Ihr Kontakt in Tunesien

Ministerium für Industrie, Energie und Bergbau der Tunesischen Republik
Ansprechpartner/in:
Adnane Zidane
Telefon:

Ihr Kontakt zu ehemaligen Programmteilnehmenden

Ansprechpartner/in:
Wissem Smiri
Telefon:

Unser Kontakt

Ansprechpartner/in:
Jörg Schreiber
Telefon:
+49 228 4460-1667
Anschrift:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32+36 53113 Bonn

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