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Äthiopien

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Stilisierte Karte Äthiopiens mit roter, grüner, gelber und blauer Linienzeichnung eines Verkehrsnetzes vor Industriehintergrund

Informationen zur Partnerschaft

Äthiopien zählte im letzten Jahrzehnt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit und verzeichnete überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten. Das Geschäftsumfeld bleibt jedoch aufgrund politischer Instabilität, hoher Inflation und einer restriktiven Geldpolitik schwierig. Die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur schrittweisen Öffnung der Wirtschaft Äthiopiens, dem Ausbau der Infrastruktur und der Anziehung ausländischer Investitionen erzielten erste Erfolge. Daraus ergeben sich für deutsche Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten. Partnering in Business with Germany unterstützt die Anbahnung von Geschäften zwischen äthiopischen und deutschen Firmen in Äthiopien. Gezieltes Matching von Unternehmerinnen und Unternehmer beider Länder und B2B-Kontakte schaffen hierbei die Grundlage für langfristige Kooperationen.

Mehrere Personen stehen an einem Tisch mit Kaffeebohnen und probieren Kaffee mit Löffeln.
Zu Besuch bei SCHVARZ KAFFEE in Düsseldorf: Unternehmerinnen und Unternehmer aus Äthiopien. Deutschland gehört zu den wichtigsten Abnehmerländern äthiopischen Kaffees. ©GIZ/Andreas Dobslaff

Schwerpunkte und Kooperationspotenziale Äthiopiens

Äthiopien ist mit rd. 130 Mio. Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas und hat nach Südafrika und Nigeria die größte Volkswirtschaft Subsahara-Afrikas. Für deutsche Unternehmen sind der große Binnenmarkt und die sich bietenden Chancen in der Landwirtschaft, der Nahrungsmittelindustrie, der Bau- und Energiewirtschaft interessant. Deutschland ist einer der größten Abnehmer äthiopischer Waren, v.a. von Kaffee und Textilien.

Wirtschaft in Äthiopien – Potenziale für deutsche Unternehmen

Mit einem Anteil von rd. 40 % am BIP und rd. 65 % der Exporte sind aus der Nahrungsmittelbranche voranging aus dem Landwirtschaftssektor der größte Wirtschaftszweig Äthiopiens. Sie beschäftigt etwa 75 % der Arbeitskräfte des Landes. Das wichtigste Exportgut ist äthiopischer Kaffee. Neben Kaffee werden Hülsenfrüchte, Ölsaaten und Blumen exportiert. Der Import deutscher Produkte aus der Agrarbranche besteht vor allem aus Pestiziden und Landtechnik.

Im aufkommenden Industriesektor entwickeln sich die Leichtindustrie (Nahrungsmittel-, Getränke-, Textil- und Lederindustrie) sowie die Bau- und Energiewirtschaft besonders schnell. In der Nahrungsmittelindustrie sind deutsche Maschinen und Anlagen bei der Getränkeherstellung gefragt, so dass sich Chancen für deutsche Unternehmen in den Bereichen Verpackung, Kühlung und Lagerung ergeben. Der Bausektor expandiert, vor allem in der Hauptstadt Addis Abeba. Bei der Entwicklung und dem Bau neuer Wohn- und Geschäftsviertel sowie beim Ausbau der Stromübertragung und -versorgung können deutsche Unternehmen ihre Geschäftschancen nutzen. Im Energiesektor bieten die Pläne zur Erweiterung der Energiekapazität durch die verstärkte Nutzung von Sonne, Wind und Geothermie insbesondere im Bereich grüne Technologien gute Geschäftschancen für deutsche Unternehmen.

Während Äthiopien die Branchen Telekommunikation und Finanzen im Dienstleistungssektor bereits für ausländische Investoren geöffnet hat, steht diese Öffnung im Handel noch aus. Die äthiopische Regierung öffnet und liberalisiert derzeit jedoch die Wirtschaft und ermöglicht den Handel für ausländische Firmen – auch für Vertriebsniederlassungen.

Das Interesse deutscher Firmen am bilateralen Außenhandel mit Äthiopien wächst. Was lockt, sind Investitionsvorhaben, für die vielfach das benötigt wird, was Deutschland bevorzugt liefert: Technik und Know-how.

 

Branchenfokus und Teilnehmerprofile

Partnering in Business with Germany steht Führungskräften aller Branchen offen. Bisher haben Führungskräfte aus exportorientierten Unternehmen für den Handel mit Kaffee, Ölsaaten und Hülsenfrüchten am Programm teilgenommen. Hohe Relevanz haben zudem die Branchen Nahrungsmittelindustrie, Textilindustrie, Bauwesen, Chemieindustrie und Gesundheitswirtschaft. Teilnehmende aus diesen Branchen importieren Maschinen und Anlagen.

News

29.09.2025
Kooperationen konkret machen: Wie das Wirtschaftsnetzwerk Afrika wirtschaftliche Partnerschaften stärkt

Das 21. Partnertreffen des Wirtschaftsnetzwerks Afrika (WNA) am 22. September 2025 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin war mehr als eine Vernetzungsveranstaltung: Es zeigte, wie wirtschaftliche Kooperationen zwischen Deutschland und Afrika konkret ausgestaltet und systematisch unterstützt werden können.

25.06.2025
Norddeutsche Afrikakonferenzen in Kiel und Hannover

Im Juni veranstalteten die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH), die norddeutschen IHKs und das Wirtschaftsnetzwerk Afrika (GTAI) Netzwerktreffen für lokale KMU in Kiel und Hannover. Partnering in Business with Germany nutzte die Gelegenheit, um das Programm in der Region bekannter zu machen.

26.03.2025
Partnertreffen des Wirtschaftsnetzwerks Afrika: Fokus auf Nordafrika

Am 19. März fand im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) das 20. Partnertreffen des Wirtschaftsnetzwerks Afrika statt, eine Initiative der Bundesregierung zur Unterstützung deutscher kleiner und mittelständischer Unternehmen beim Auf- und Ausbau ihrer Afrikageschäfte. Das Programm Partnering in Business with Germany (PG) ist einer dieser Netzwerkpartner, der die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Afrika fördert.

02.12.2021
„Buna enteta“ – lass uns Kaffee trinken!

Kaffee ist das Nationalgetränk der Äthiopier. Auch Sara Yirga liebt den Sud der gerösteten Bohnen. Mit ihrer Firma produziert sie fairen Kaffee und unterstützt Kleinbauern. Seit der Teilnahme am Managerfortbildungsprogramm exportiert sie ihre Bohnenspezialitäten auch ins Ausland. Die leidenschaftliche Unternehmerin engagiert sich zudem in der Fortbildung von Kaffeeexperten.

07.01.2020
Kaffee, Kultur und Kompetenzen

Im November 2019 kamen die ersten 21 Teilnehmer aus dem neuen Partnerland Äthiopien nach Deutschland. Schon im Rahmen des Einführungsworkshops in Addis Abeba hatte die Gruppe reges Interesse an interkulturellem Kompetenzaufbau und ihre Begeisterung für moderne Technologien gezeigt. Sehr schnell wurde außerdem deutlich, dass ein großes Thema die äthiopische mit der deutschen Kultur verbindet: der Kaffee.

Ihr Kontakt in Äthiopien

Ministerium für Handel und Regionale Integration (MOTRI) Äthiopiens
Ansprechpartner/in:
Mengistu Temesgen, Export Promotion Expert

Telefon:

Unser Kontakt

Ansprechpartner/in:
Ronald Schulz
Telefon:
+49 228 4460-1219
Anschrift:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32+36 53113 Bonn

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