Informationen zur Partnerschaft
Äthiopien zählte im letzten Jahrzehnt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit und verzeichnete überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten. Das Geschäftsumfeld bleibt jedoch aufgrund politischer Instabilität, hoher Inflation und einer restriktiven Geldpolitik schwierig. Die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur schrittweisen Öffnung der Wirtschaft Äthiopiens, dem Ausbau der Infrastruktur und der Anziehung ausländischer Investitionen erzielten erste Erfolge. Daraus ergeben sich für deutsche Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten. Partnering in Business with Germany unterstützt die Anbahnung von Geschäften zwischen äthiopischen und deutschen Firmen in Äthiopien. Gezieltes Matching von Unternehmerinnen und Unternehmer beider Länder und B2B-Kontakte schaffen hierbei die Grundlage für langfristige Kooperationen.
Schwerpunkte und Kooperationspotenziale Äthiopiens
Äthiopien ist mit rd. 130 Mio. Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land Afrikas und hat nach Südafrika und Nigeria die größte Volkswirtschaft Subsahara-Afrikas. Für deutsche Unternehmen sind der große Binnenmarkt und die sich bietenden Chancen in der Landwirtschaft, der Nahrungsmittelindustrie, der Bau- und Energiewirtschaft interessant. Deutschland ist einer der größten Abnehmer äthiopischer Waren, v.a. von Kaffee und Textilien.
Wirtschaft in Äthiopien – Potenziale für deutsche Unternehmen
Mit einem Anteil von rd. 40 % am BIP und rd. 65 % der Exporte sind aus der Nahrungsmittelbranche voranging aus dem Landwirtschaftssektor der größte Wirtschaftszweig Äthiopiens. Sie beschäftigt etwa 75 % der Arbeitskräfte des Landes. Das wichtigste Exportgut ist äthiopischer Kaffee. Neben Kaffee werden Hülsenfrüchte, Ölsaaten und Blumen exportiert. Der Import deutscher Produkte aus der Agrarbranche besteht vor allem aus Pestiziden und Landtechnik.
Im aufkommenden Industriesektor entwickeln sich die Leichtindustrie (Nahrungsmittel-, Getränke-, Textil- und Lederindustrie) sowie die Bau- und Energiewirtschaft besonders schnell. In der Nahrungsmittelindustrie sind deutsche Maschinen und Anlagen bei der Getränkeherstellung gefragt, so dass sich Chancen für deutsche Unternehmen in den Bereichen Verpackung, Kühlung und Lagerung ergeben. Der Bausektor expandiert, vor allem in der Hauptstadt Addis Abeba. Bei der Entwicklung und dem Bau neuer Wohn- und Geschäftsviertel sowie beim Ausbau der Stromübertragung und -versorgung können deutsche Unternehmen ihre Geschäftschancen nutzen. Im Energiesektor bieten die Pläne zur Erweiterung der Energiekapazität durch die verstärkte Nutzung von Sonne, Wind und Geothermie insbesondere im Bereich grüne Technologien gute Geschäftschancen für deutsche Unternehmen.
Während Äthiopien die Branchen Telekommunikation und Finanzen im Dienstleistungssektor bereits für ausländische Investoren geöffnet hat, steht diese Öffnung im Handel noch aus. Die äthiopische Regierung öffnet und liberalisiert derzeit jedoch die Wirtschaft und ermöglicht den Handel für ausländische Firmen – auch für Vertriebsniederlassungen.
Das Interesse deutscher Firmen am bilateralen Außenhandel mit Äthiopien wächst. Was lockt, sind Investitionsvorhaben, für die vielfach das benötigt wird, was Deutschland bevorzugt liefert: Technik und Know-how.
Branchenfokus und Teilnehmerprofile
Partnering in Business with Germany steht Führungskräften aller Branchen offen. Bisher haben Führungskräfte aus exportorientierten Unternehmen für den Handel mit Kaffee, Ölsaaten und Hülsenfrüchten am Programm teilgenommen. Hohe Relevanz haben zudem die Branchen Nahrungsmittelindustrie, Textilindustrie, Bauwesen, Chemieindustrie und Gesundheitswirtschaft. Teilnehmende aus diesen Branchen importieren Maschinen und Anlagen.