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Erfolgreiche Kooperation: Joint Venture für grüne Energie

Mit einem neu gegründeten Joint Venture zwischen dem deutschen Technologieunternehmen Frenell und dem ägyptischen Partner Smart Engineering Solutions (SES) entsteht in Ägypten ein wegweisendes Projekt zur CO₂-freien Erzeugung von Strom. Das Vorhaben, das durch Partnering in Business with Germany zustande kam und auf der innovativen Solartechnologie von Frenell basiert, wird nicht nur die lokale Energieversorgung nachhaltig gestalten, sondern auch die deutsch-ägyptische Wirtschaftskooperation stärken.

Zwei Männer stehen vor einem Banner des Programms Partnering in Business with Germany

„Unsere konzentrierende Solartechnologie ist für die CO₂-freie Grundlaststromerzeugung in sonnenreichen Ländern Nordafrikas ideal geeignet“, betont Martin Selig, CEO der Frenell GmbH. „Um unsere Technologie in diesen Ländern erfolgreich zu vermarkten, müssen wir die Solarprojektentwicklung und den Baugenehmigungsprozess gemeinsam mit geeigneten Partnerfirmen vor Ort in die Hand nehmen.“

Das Joint Venture Frenell-SES, bei dem Selig die deutsche Seite vertritt, wurde mit einem Investitionsvolumen von 170 Millionen Euro gestartet. Aktuell wirbt das Konsortium weiteres Umsetzungskapital ein, während bereits ein Stromabnehmer und eine Kostenvereinbarung auf ägyptischer Seite vorliegen. Sobald das vollständige Investitionsvolumen gesichert ist – aktuell werden internationale Investoren wie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie lokale Investorengruppen eingebunden – beginnt die Implementierung des Projekts.

Partnering in Business with Germany als Türöffner

Partnering in Business with Germany spielte eine zentrale Rolle bei der Entstehung des Joint Ventures. „Partnering in Business with Germany steht für präzises Matching und echte Partnerschaft“, betont Ahmed Naguib, Chief Commercial Officer von SES. Im Rahmen des Programms reiste er nach Deutschland, um gezielt Partner im Bereich erneuerbare Energien zu finden. „Das Programm hat uns dabei sehr geholfen, den geeigneten Joint-Venture-Partner in Ägypten zu finden und uns bei relevanten staatlichen Behörden Ägyptens bekannt zu machen“, ergänzt Martin Selig. Die daraus entstandene Zusammenarbeit führte schließlich zur Gründung von Frenell-SES.

Beim diesjährigen Deutsch-Afrikanischen Wirtschaftsforum NRW Anfang März, einer zentralen Plattform für neue Partnerschaften und Investitionsprojekte, präsentierte Martin Selig das Joint Venture im Rahmen einer Paneldiskussion zu „Rohstoffe, Infrastruktur und Industrie in Afrika“ als Best-Practice-Beispiel für eine gelungene deutsch-afrikanische Wirtschaftskooperationen am Beispiel Ägyptens.

Wirtschaftliche Perspektiven und grüne Energie für Ägypten

Die ägyptische Regierung hat sich ambitionierte Ziele für die Energiewende gesetzt: so soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2030 von derzeit rund 12 Prozent auf 42 Prozent steigen. Das Joint Venture Frenell-SES leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Mit seiner Gründung wurden zudem umfassende Rechte zur Weitervermarktung grüner Energie im ägyptischen Landwirtschaftssektor geschaffen. Da ein Großteil der Komponenten aus Deutschland importiert wird, profitiert die deutsche Wirtschaft unmittelbar. Rund 50 Prozent des Projektvolumens entfallen auf Lieferungen und Technologien aus Deutschland.

Teaserfoto: Martin Selig (li), CEO der Frenell GmbH, am Stand von Partnering in Business with Germany beim 9. Deutsch-Afrikanischen Wirtschaftsforum NRW © GIZ / Adriana Nunes

 

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