Suche

Starten Sie Ihre Suche.

  • Home
  • News
  • NRW Wirtschaftsforum Ukraine: Wirtschaftliche Kooperationen als Schlüssel für Zukunft und Wiederaufbau

NRW Wirtschaftsforum Ukraine: Wirtschaftliche Kooperationen als Schlüssel für Zukunft und Wiederaufbau

Beim NRW Wirtschaftsforum Ukraine, veranstaltet von der IHK Mittlerer Niederrhein am 27. Januar in Neuss, wurde deutlich: Wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen deutschen und ukrainischen Unternehmen ist ein zentraler Hebel für Resilienz, Wiederaufbau und nachhaltiges Wachstum auf beiden Seiten.

Die Veranstaltung richtete sich an deutsche Unternehmen, insbesondere aus Nordrhein-Westfalen, die an Kooperationen mit ukrainischen Partnern interessiert sind. Das Interesse war groß, vor allem seitens kleiner und mittlerer Unternehmen aus der Region.

Partnering in Business with Germany präsentierte im Rahmen des Forums sein Angebot zur Unterstützung deutscher Unternehmen bei der Geschäftsanbahnung mit ukrainischen Partnern. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich über konkrete Einstiegsmöglichkeiten in den ukrainischen Markt zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen.

Klare Signale aus Wirtschaft und Politik

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, betonte die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen und brachte es auf den Punkt: „Große Themen und Herausforderungen erfordern Kooperationen.“

S.E. Oleksii Makeiev, Botschafter der Ukraine in Deutschland, unterstrich, dass Hilfe allein nicht ausreiche. Entscheidend sei eine wirtschaftliche Zusammenarbeit, die für beide Seiten gewinnbringend ist. Ukrainische Unternehmen seien innovativ und attraktive Partner für deutsche Firmen. Gleichzeitig seien Unternehmen ein wesentlicher Faktor für Resilienz, Wiederaufbau und wirtschaftliche Stabilität der Ukraine. Er appellierte an deutsche Unternehmen, sich jetzt vor Ort zu engagieren und nicht abzuwarten. Frühes Engagement werde wahrgenommen und honoriert. Geschäftliche Aktivitäten könnten klein beginnen, in lokale Ökosysteme eingebettet und anschließend skaliert werden. Zudem wies er darauf hin, dass viele verbreitete Annahmen über die Ukraine nicht der Realität entsprechen.

Auch Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte den großen Respekt gegenüber den Menschen in der Ukraine. Sie sprach von einer klaren Win-win-Situation für die Ukraine und Nordrhein-Westfalen. Investitionen seien Investitionen in ein künftiges EU-Land. Nordrhein-Westfalen stehe fest an der Seite der Ukraine und man werde gemeinsam stärker.

Nordrhein-Westfalen ist bereits heute der wichtigste Handelspartner der Ukraine in Deutschland. Rund 300 Unternehmen aus NRW sind aktuell vor Ort aktiv. In zahlreichen Branchen bestehen vielversprechende Ansatzpunkte für Kooperationen, unter anderem in den Bereichen IT, erneuerbare Energien, Energieeffizienz in Gebäuden, Bauwirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Logistik und Nahrungsmittelproduktion. Genau an dieser Schnittstelle unterstützt Partnering in Business with Germany deutsche und ukrainische Unternehmen bei der strukturierten Geschäftsanbahnung und beim Aufbau belastbarer Partnerschaften.

Für das Jahr 2026 sind vier Unternehmerdelegationen mit insgesamt rund 60 Teilnehmenden aus den Branchen Maschinenbau, Bauwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Gesundheitswirtschaft in Deutschland vorgesehen. Das NRW Wirtschaftsforum Ukraine hat damit erneut gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch, verlässliche Netzwerke und konkrete wirtschaftliche Perspektiven für eine erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine sind.

News als PDF herunterladen

NRW Wirtschaftsforum Ukraine: Wirtschaftliche Kooperationen als Schlüssel für Zukunft und Wiederaufbau