Suche

Starten Sie Ihre Suche.

  • Home
  • News
  • Innovative Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft Südafrikas

Innovative Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft Südafrikas

Ende August diskutierten 45 südafrikanische Führungskräfte, die am Programm Partnering in Business with Germany teilgenommen hatten, in Kapstadt mit Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaftsverbänden sowie des Generalkonsulats Kapstadt, dem südafrikanischen Ministerium für Handel, Industrie und Wettbewerb, der AHK Südafrika und Germany Trade and Invest über die Förderung von Innovation und Partnerschaften für eine nachhaltige und digitale Zukunft. Ziel war der fachliche Austausch und die Vernetzung untereinander.

südafrikanische Unternehmerinnen im Gespräch

Im Fokus der Netzwerkveranstaltung standen verschiedene Initiativen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), die Partnerschaften zwischen Deutschland und Südafrika sowie Unternehmensinnovationen vorantreiben sollen. Ein Beispiel ist die deutsch-südafrikanische Energiepartnerschaft, die nachhaltige Lösungen für den Wandel zu sauberer Energie entwickeln und als Plattform für den energiepolitischen Dialog dient. Ihre Ziele sind die globale Energiewende zu unterstützen, den Handel mit kohlenstofffreien Energieträgern zu stärken, den Technologieaustausch voranzutreiben sowie Lieferketten zu diversifizieren und zu dekarbonisieren. Dazu gehören die Modernisierung des Netzes, der Ausbau erneuerbarer Energien, deren Integration in das Energiesystem und die Steigerung der Energieeffizienz. Beide Länder arbeiten daran, sich als regionale Vorreiter bei der Umsetzung der Energiewende zu etablieren und sichere, umweltfreundliche Energiesysteme zu schaffen.

Jens Hauser, Leiter des Kompetenzzentrums Klima und Umwelt der AHK Südliches Afrika, hob anhand konkreter Kooperationsprojekte die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor. Deutsche und südafrikanische Unternehmen arbeiten in Bereichen wie Autobatterieherstellung, Windparks, Minigrids und grüne Wasserstoffprojekte zusammen – Bereiche, die auch Chancen für Teilnehmende an Partnering in Business with Germany bieten.

Panel zu "Innovative partnerships for a sustainable and digital future"
Jenny Tala (gtai), Rodney Maphanga (Rivoni Matimba (Pty) Ltd, Dr. Nahida Amado (IHK Stuttgart), Jens Hauser (AHK Südliches Afrika) diskutieren zu Innovation und Partnerschaften für eine nachhaltige und digitale Zukunft (v.l.) ©GIZ / Roxanne Vandoornsa

Musset Kupakuwana, ehemaliger Programmteilnehmer und Betriebsleiter von Fong SA (Pty) Ltd, einem Spezialisten für nachhaltige Technologien zur Verwertung von Bioabfällen ohne Abwasserkanalisation und Abfallproduktion, veranschaulichte diese Chancen mit einem Memorandum of Understanding zu einem in Deutschland ansässigen Partner aus dem Bereich Biogastechnologie. Ziel ist die Entwicklung modularer Biogasanlagen für netzunabhängige, ländliche Regionen in Afrika. „Das Programm war für mich und FoNG SA ein entscheidender Wendepunkt – es hat uns mit gleichgesinnten innovativen Unternehmen zusammengebracht und uns die Werkzeuge an die Hand gegeben, um unsere Vision von nachhaltiger Energie zu verwirklichen. Die gewonnenen Beziehungen und Erkenntnisse prägen bereits jetzt die Art und Weise, wie wir Biogas- und Waste-to-Energy-Lösungen in unseren Gemeinden umsetzen“, resümiert Musset Kupakuwana.

Generalkonsulin Tanja Werheit im Gespräch mit einem südafrikanischem Teilnehmer der Netzwerkveranstaltung
Generalkonsulin Tanja Werheit im Gespräch mit einem südafrikanischem Unternehmer, der an der Netzwerkveranstaltung teilgenommen ©GIZ / Michael Emmrich

Digitale Lösungen für Dienstleistungen, Handel und Produktion

Die Digital Hub Initiative des BMWE fördert die Zusammenarbeit zwischen Start-ups, etablierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um Innovation und Digitalisierung „Made in Germany“ voranzutreiben. In den letzten Jahren sind einige Kooperationen entstanden, etwa zwischen dem Digital Hub Health Nürnberg und südafrikanischen Partnern. Jenny Tala, Direktorin von GTAI Südliches Afrika, sieht großes Potenzial in Bereichen wie E-Commerce, mobiles Bezahlen, Gesundheitstechnologie und Agrartechnologie.

Das Programm Partnering in Business with Germany, in dessen Rahmen diese Veranstaltung stattfand, fördert Kooperationen zwischen deutschen und südafrikanischen Unternehmen, unter anderem in den Bereichen Erneuerbaren Energien, IT und Digitalisierung. „Internationale Partnerschaften erhöhen die Widerstandsfähigkeit von KMU. Das macht Programme wie Partnering in Business with Germany so wichtig“, bekräftigte Jens Hauser.

Südafrika ist Deutschlands wichtigster Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. Neue Sektoren wie Erneuerbare Energien, Wasserstoff und grüne Technologien, eröffnen zusätzliche Chancen. Rund 600 deutsche Unternehmen sind bereits in Südafrika aktiv. Das Land bietet erhebliches Potenzial für die Produktion und den Export von grünem Wasserstoff, und die Energiesicherheit rückt stärker in den Fokus der deutsch-südafrikanischen Zusammenarbeit. Generalkonsulin Tanja Werheit betont: „Das Programm Partnering in Business with Germany ist eine hervorragende Plattform für deutsche und südafrikanische Unternehmen, um neue Liefer- und Beschaffungsmärkte zu erschließen und so die Wertschöpfung zu optimieren.“

Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Netzwerkveranstaltung
©GIZ / Roxanne Vandoornsa
©GIZ / Roxanne Vandoornsa
Programmabsolventen von Partnering in Business with Germany nach der Zertifikatsübergabe
©GIZ / Roxanne Vandoornsa
Teilnehmer*innen im Gespräch
©GIZ / Roxanne Vandoornsa
©GIZ / Roxanne Vandoornsa
Musset Kupakuwana, ehemaliger Programmteilnehmer und Betriebsleiter von Fong SA (Pty) Ltd berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Programm und seiner daraus entstandenen Kooperation mit einem deutschen Unternehmen
Musset Kupakuwana, ehemaliger Programmteilnehmer und Betriebsleiter von Fong SA (Pty) Ltd berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Programm und seiner daraus entstandenen Kooperation mit einem deutschen Unternehmen ©GIZ / Roxanne Vandoornsa
Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Netzwerkveranstaltung
Programmabsolventen von Partnering in Business with Germany nach der Zertifikatsübergabe
Teilnehmer*innen im Gespräch
Musset Kupakuwana, ehemaliger Programmteilnehmer und Betriebsleiter von Fong SA (Pty) Ltd berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Programm und seiner daraus entstandenen Kooperation mit einem deutschen Unternehmen

News als PDF herunterladen

Innovative Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft Südafrikas