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Impulse für Kooperationen: Delegationen aus Zentralasien und Lateinamerika auf der AGRITECHNICA

Vom 11. bis 13. November besuchten internationale Delegationen aus Kirgisistan, Usbekistan und Kolumbien im Rahmen des Programms Partnering in Business with Germany die AGRITECHNICA in Hannover – die weltweit größte Leitmesse für Landtechnik.

Zwei Männer und eine Frau in formeller Kleidung unterhalten sich an einem Messestand

Das Ziel der Messe: den Zugang zu modernsten Agrartechnologien zu vertiefen, direkt mit deutschen Herstellern ins Gespräch zu kommen und Innovationen in den Bereichen Smart Farming, – und Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Automatisierung, und kennenzulernen. Die Messe bot den Unternehmerinnen und Unternehmern eine zentrale Plattform, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen und konkrete Potenziale für Kooperationen und Marktzugänge auszuloten.

Zentralasiatische Delegation auf der AGRITECHNICA: Fokus auf Smart Farming

Die Agrarwirtschaft zählt zu den zentralen Fokusbranchen des Programms und spiegelt somit die Wichtigkeit dieses Wirtschaftssektors in vielen Partnerländern von Partnering in Business with Germany wider.

Die kirgisisch-usbekische Delegation zeigte ein besonders großes Interesse an, Viehhaltung, Export von landwirtschaftlichen Produkten nach Deutschland, digitalen Lösungen für Landwirtschaft wie auch konventioneller Landmaschinentechnik. Aber auch Erneuerbare Energietechnologien stießen auf großes Interesse. Gleichzeitig sondierten einige Unternehmen der Gruppe neue Absatzmärkte in Deutschland – etwa für Baumwoll- und Sonnenblumenöl, Granatapfel- und Zitruspflanzen, Trockenfrüchte oder Walnüsse. Für sie bot die AGRITECHNICA außerdem Händler für Maschinen zur Bodenbearbeitung sowie für die Ernte und Weiterverarbeitung von Getreide, Gemüse und Obst.

Beim Orientierungstag lernte die Delegation zentrale deutsche Akteure kennen. Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) erläuterte die Bedeutung des bekannten DLG-Siegels und dessen Einfluss auf Produktqualität und Tierwohl.

Zwei Männer im Gespräch vor einer Maschine während der Messe Agritechnica
Erste B2B-Gespräche finden auf der Messe statt. ©GIZ / Rolf Klatt

Lateinamerika im Wandel: Die kolumbianische Pilotgruppe erkundet den deutschen Agrarsektor

Ein besonderes Highlight war der Besuch der kolumbianischen Pilotgruppe, die ihren dreiwöchigen Deutschlandaufenthalt nutzte, um sich auf der AGRITECHNICA über Trends und Technologien der globalen Agrarindustrie zu informieren. Kolumbien ist das neue Partnerland im Programm Partnering in Business with Germany und zählt neben Brasilien und Argentinien zu den drei größten Agrarproduzenten Lateinamerikas. Die Landwirtschaft ist dort ein zentraler Wirtschaftszweig und trug 2024 laut GTAI rund 9,3 Prozent zur Entstehung des Bruttoinlandsprodukts bei. Vor dem Hintergrund dieses bedeutenden Sektors sieht das Land in moderner Agrartechnik große Chancen, seine Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt weiter auszubauen.

Die kolumbianischen Firmen kommen überwiegend aus dem Lebensmittelsektor – darunter Kaffee, Kakao, frisches Obst, Kochbananenprodukte, Maniok, Kartoffeln, und Öle. Viele von ihnen arbeiten bereits eng mit den USA zusammen und sehen in Deutschland einen langfristig verlässlichen Partner. Dies bestätigte auch Dager Florez von Alianza Team, der betonte, dass „Kontakte zu knüpfen entscheidend ist, und das Programm diesen Prozess aktiv unterstützt“.

Eine Gruppe von Männern und Frauen vor einer landwirtschaftlichen Maschine auf der Messe Agritechnica
Kirgisisch-usbekische Delegation am Stand von KRONE Agriculture. ©Cognos

Deutschland als Partner für globale Agrarmärkte

Pia-Felicitas Homann, Länderreferentin für Nord-, Mittel- und Südamerika der IHK Hannover, betonte die Bedeutung persönlicher Begegnungen. Besonders hob sie die „Vielfalt, Qualität und Kreativität der kolumbianischen Unternehmen“ hervor und erklärte, dass direkte Treffen, wie sie das Programm ermöglicht, „von zentraler Bedeutung sind, um Vertrauen aufzubauen, neue Ideen zu entwickeln und langfristige Kooperationen zu fördern“.

Gleichzeitig verwies sie auf das enorme Potenzial des lateinamerikanischen Agrarsektors: Lateinamerika produziert laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) Lebensmittel für rund 1,3 Milliarden Menschen – weit mehr als die eigene Bevölkerung – und spielt damit eine zentrale Rolle für die globale Ernährungssicherheit.

Die AGRITECHNICA als Brücke zwischen Innovation und internationaler Zusammenarbeit

Für die Delegationen aus Zentralasien und Lateinamerika bot die AGRITECHNICA die einzigartige Möglichkeit, modernste Agrartechnologien kennenzulernen, deutsche Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards zu verstehen und wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen. Gleichzeitig profitieren deutsche Unternehmen von neuen Partnerschaften, frischen Marktimpulsen und langfristigen Perspektiven für Export und Zusammenarbeit. Mit jeder Delegation wächst das Netzwerk an internationalen Kooperationen, die deutsche und ausländische Unternehmen näher zusammenbringen und gemeinsame Marktchancen eröffnen.

Zwei Männer im Gespräch am Messestand der Firma Bühler während der Messe Agritechnica
©GIZ / Rolf Klatt
Eine Gruppe von Männern und Frauen machen ein Selfie, im Hintergrund mehrere große landwirtschaftliche Maschinen
©GIZ / Rolf Klatt
Zwei Männer im Gespräch an einem Messestand während der Messe Agritechnica
©GIZ / Rolf Klatt
Eine Gruppe von Frauen und Männern machen ein Gruppenfoto vor dem Messestand des Partnerin in Business with Germany.
©GIZ / Rolf Klatt
Zwei Männer besichtigen während der Messe Agritechnica eine Maschine
©GIZ / Rolf Klatt
Zwei Frauen und zwei Männer besichtigen eine Maschine auf der Messe Agritechnica
©GIZ / Rolf Klatt
Zwei Männer im Gespräch am Messestand der Firma Bühler während der Messe Agritechnica
Eine Gruppe von Männern und Frauen machen ein Selfie, im Hintergrund mehrere große landwirtschaftliche Maschinen
Zwei Männer im Gespräch an einem Messestand während der Messe Agritechnica
Eine Gruppe von Frauen und Männern machen ein Gruppenfoto vor dem Messestand des Partnerin in Business with Germany.
Zwei Männer besichtigen während der Messe Agritechnica eine Maschine
Zwei Frauen und zwei Männer besichtigen eine Maschine auf der Messe Agritechnica

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