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Duisburg zwischen Bergbau und Biotech: Zentralasiatische Delegation auf Deutsch-Eurasischem Mittelstandstag

Delegierte aus Usbekistan und Kasachstan trafen beim 5. Deutsch-Eurasischen Mittelstandstag in Duisburg auf deutsche Mittelständler – und brachten dabei konkrete Kooperationszusagen mit nach Hause.

Eine hochkarätig besetzte Konferenz im beeindruckenden Ambiente des Theaters am Marientor in Duisburg: Mit dem 5. Deutsch-Eurasischen Mittelstandstag fand die Reise der Wirtschaftsdelegation aus Usbekistan und Kasachstan am 16. Juni ihren Höhepunkt. In dem prunkvollen Konferenzsaal saßen Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen aus Taschkent und Almaty einen Tag lang mit deutschen Mittelständlern zusammen und sprachen über Textilfabriken, Recyclingprojekte und grüne Energie.

Eine Delegation mit Gewicht

Die Teilnehmenden vertraten ein breit gefächertes Branchenspektrum: Green Tech, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft, Bergbau, Textilindustrie, Digitalisierung und Infrastruktur. Vertreten waren nicht nur Unternehmen, sondern auch Wirtschaftsverbände und öffentliche Institutionen – viele von ihnen mit langjähriger Erfahrung in der Beratung staatlicher Entwicklungsprojekte. Diese Mischung machte den Runden Tisch zum eigentlichen Kern des Tages: Hier präsentierten die ausländischen Delegierten ihre Projekte und Investitionsvorhaben – und deutsche Partner reagierten mit konkreten Fragen zu möglichen Kooperationsmodellen.

Maxim Kononov, stellvertretender Leiter des kasachischen Bergbauverbands regt eine Wirtschaftsveranstaltung in Kasachstan an. ©Deutsch-Eurasischer Wirtschaftsbund e.V.

Dr. Hanno Stöcker, Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Eurasischen Wirtschaftsbundes, brachte den Wert dieses unmittelbaren Aufeinandertreffens auf den Punkt: „Der Austausch mit Unternehmen aus Zentralasien eröffnet neue Perspektiven für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte.“ Auch auf der anderen Seite des Tisches herrscht Zustimmung: „Der Mittelstandstag bot uns die Möglichkeit, direkt mit potenziellen Partnern ins Gespräch zu kommen und wertvolle Kontakte für zukünftige Kooperationen aufzubauen“, so ein Teilnehmer aus Usbekistan.

Von der Begegnung zur konkreten Zusage

Der Tag blieb nicht bei Absichtserklärungen stehen. Maxim Kononov, First Deputy Director des Bergbauverbands Kasachstan, kündigte an, gemeinsam mit deutschen Partnern eine Wirtschaftsveranstaltung zu organisieren. Die Unternehmer Oybek Ergashev und Suhrob Sharopov signalisierten ihre Bereitschaft, künftig deutsche Delegationen für Projekte in der usbekischen Textilindustrie zu empfangen. Für zusätzliche Dynamik sorgte der spontane Auftritt eines Vertreters des Generalkonsulats der Republik Usbekistan, der neue Investitionsmöglichkeiten für die Textilindustrie vorstellte und seine Unterstützung bei der Vernetzung deutscher und usbekischer Unternehmen zusagte.

Politischer Rückenwind für die grüne Transformation

Dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Zentralasien auch auf höherer Ebene an Fahrt gewinnt, zeigte eine aktuelle Nachricht, die während der Veranstaltung die Runde macht: Die deutsche und usbekische Regierung haben kürzlich eine Fördervereinbarung über 9 Millionen Euro unterzeichnet, mit der grüne Wirtschaft und nachhaltige Regionalentwicklung in Usbekistan vorangetrieben werden sollen.

Am Ende des Tages stand so mehr als ein gelungenes Networking-Event: neben Folgeterminen und neuen Geschäftskontakte zeigte sich bei den Teilnehmenden die Erkenntnis, dass Zentralasien für den deutschen Mittelstand längst mehr ist als ein Rohstofflieferant. Nämlich ein Partner mit eigenen Ambitionen für Investitionen, Innovationen und eine nachhaltige wirtschaftliche Kooperation.

 

Teaserfoto: © Madiba Consult GmbH

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