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Deutsch-mexikanischer Lenkungsausschuss zieht positive Bilanz

Am 25. Februar 2026 tagte der deutsch-mexikanische Lenkungsausschuss des Programms Partnering in Business with Germany in Mexiko-Stadt. Im Mittelpunkt standen die Weiterentwicklung der inhaltlichen Schwerpunkte und die Stärkung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.

Zwei Männer in Anzügen sitzen an einem Tisch mit Mikrofon vor sich

Vertreterinnen und Vertreter des mexikanischen Wirtschaftsministeriums (SE), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), der Deutschen Botschaft in Mexiko, der Deutsch-Mexikanischen Industrie- und Handelskammer (Camexa) sowie ehemalige Programmteilnehmende blickten auf die Aktivitäten der letzten Jahre zurück und diskutierten die künftige Ausrichtung.

Nach den pandemiebedingten Herausforderungen, konnte 2025 wieder an die Erfolge der Vor-Corona-Jahre angeknüpft werden. Ausschlaggebend hierfür waren ein verbessertes Matching der Teilnehmenden sowie zusätzliche B2B-Möglichkeiten durch einen verstärkten Outreach in beiden Ländern. Mehr als ein Drittel der mexikanischen Unternehmerinnen und Unternehmer unterzeichnete innerhalb von sechs Monaten nach Programmende einen Vertrag oder eine Absichtserklärung; weitere Abschlüsse folgten. Mit rund 700 Absolventinnen und Absolventen zählt Mexiko zu den zentralen Partnerländern des Programms. Johannes Hauser von der Deutsch-Mexikanischen AHK betont das Potenzial der ehemaligen Teilnehmenden: „Wir als bilaterale AHK sind daran interessiert, die Alumni von Partnering in Business with Germany mit deutschen Unternehmen unseres Netzwerkes zusammenzubringen. So könnten weitere Kooperationen zwischen deutschen und mexikanischen Unternehmen entstehen.“

Eine Gruppe von Personen, zwei Männer sitzen im Vordergrund an einem Tisch, vor sich eine mexikanische und eine deutsche Tischfahne
© Mexikanisches Wirtschaftsministeriums (SE)

Strategische Partnerschaft

Mexiko ist für deutsche Unternehmen ein dynamischer Markt und zugleich Brücke nach Lateinamerika. Über 2.000 deutsche Unternehmen sind vor Ort, viele mit eigener Produktion. Schwerpunkte wie Maschinenbau, Digitalisierung und perspektivisch die Gesundheitswirtschaft bieten vielfältige Anknüpfungspunkte. Mexikanische Unternehmen profitieren vom Zugang zu deutschem Know-how, innovativer Technologie und neuen Absatzmärkten. Besonders in den Bereichen Industrie 4.0, Automatisierung und Automobilzulieferindustrie zeigt sich ein hohes Potenzial für gemeinsame Projekte.

Fernando Díaz Barrero, Co-Vorsitzender des Lenkungsausschusses und Generaldirektor für produktive Entwicklung im mexikanischen Wirtschaftsministerium, hebt hervor: „Partnering in Business with Germany ist eines der erfolgreichsten KMU-Programm des Ministeriums und setzt den Maßstab für gute Zusammenarbeit. Die Effektivität des Programms macht einen echten Unterschied – besonders für den Mittelstand, der das Rückgrat beider Volkswirtschaften bildet.“

Dr. Christian Forwick, Co-Vorsitzender des Lenkungsausschusses und Leiter der Unterabteilung Grundsatzfragen Außenwirtschaft, Handelspolitik; Amerika im BMWE, unterstreicht: „Durch die Fokussierung auf zukunftsweisende Branchen wie Industrie 4.0 und Digitalisierung verstärkt das Programm die Erfolgschancen für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen deutschen und mexikanischen Unternehmen.“

Erfolgsgeschichten: Nutzen für beide Seiten

Die Wirkung des Programms zeigt sich in erfolgreichen Partnerschaften: Erika Navarrete, Commercial Director von BOYCO Ingeniería, knüpfte über das Programm Kontakte zum deutschen Spezialisten für industrielle Filtrationslösungen Boll & Kirch (Marke BOLLFILTER) kennen. Seitdem importiert ihr Unternehmen die Produkte des deutschen Unternehmens nach Mexiko und arbeitet inzwischen mit fünf weiteren deutschen Unternehmen zusammen. „Die erste erfolgreiche Kooperation diente als Referenz und erleichterte den Aufbau weiterer Geschäftsbeziehungen mit deutschen Unternehmen erheblich“, so Navarrete.

Emilio Serrano von SEAmbiental entwickelte gemeinsam mit Wilo SE in Dortmund solarbetriebene Kläranlagen und produziert diese zusammen mit Wilo México. Der Kontakt kam durch das Programm zustande und führte zu einem Vertrag über 500.000 Euro. Serrano berichtet: „Obwohl Wilo auch in Mexiko präsent ist, ist die Zusammenarbeit erst durch den direkten Kontakt mit dem deutschen Stammsitz zustande gekommen.“

Die Beispiele verdeutlichen den Mehrwert des Programms: Mexikanische Unternehmen erhalten Zugang zu Technologie und Märkten, deutsche KMU gewinnen verlässliche Partner in einem strategisch wichtigen Umfeld. Deutschland ist Mexikos wichtigster EU-Handelspartner und Mexiko wiederum Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. In geopolitisch herausfordernden Zeiten leistet Partnering in Business with Germany damit einen konkreten Beitrag zur Diversifizierung, Modernisierung und Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.

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